Mit dem Motorrad auf die Fähre

Da stehen sie – zwei ältere Ehepaare in Ledermontur und einem Helm unter dem Arm. Sie sind in ein Gespräch vertieft, sprechen wahrscheinlich noch mal die Tagesroute durch, zu der sie in weniger als einer halben Stunde aufbrechen werden.  Denn in ein paar Minuten wird die Fähre in Dover anlegen, und dann heißt es, auf der linken Straßenseite weiter Richtung Wales. Sie winken uns zu und bedanken sich noch mal für die Reisetipps.

Kurz zuvor saßen wir alle an einem Tisch und kamen mit den vier Motorradbegeisterten, zwei aus Deutschland, zwei aus Belgien, schnell ins Gespräch. Sie waren schon oft auf zwei Rädern auf der Insel unterwegs, ganz früher noch mit dem Fahrrad, und dann irgendwann stieg man auf die PS-stärkeren Zweiräder um. In Wales waren sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr, und diesmal wollten sie außerdem in den nördlichen Teil reisen. Da konnte mein Mann, der von dort stammt, natürlich wertvolle Tipps geben.  

Wie das denn so sei mit dem Motorrad auf der Fähre, fragte ich. Bis jetzt hätten sie noch keine Probleme gehabt, lacht er, ein verschmitzter, sonnengebräunter Mann in den besten belgischen Jahren. Die Fähren stellen Motorradstellplätze bereit und auch Verzurrgurte und zusätzlich oft auch Keile. Je nach Länge der Fährfahrt kann auch nur eins von beiden vorhanden sein, aber die großen hätten in der Regel beide und da kann man auch die Crew mal um Hilfe fragen. Manchmal muss man beim Auf-und Abfahren aufpassen, besonders wenn es nass ist, weil die Rampen doch elend glatt sein können.

30.9.10 01:35, kommentieren

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Fähre und Fahrrad – Eine gelungene Kombination für den Aktivurlaub

Obwohl es leider immer noch eine Vielzahl an Fähren und Katamaranen gibt, die den Transport von Fahrrädern untersagen, sind doch auch mehr und mehr Fährbetriebe bereit, umweltbewussten Fahrradfahrern entgegenzukommen. Auf den Fähren der Norfolkline, so kann man im Internet auf zahlreichen Blogs wiederholt nachlesen, scheint das überhaupt kein Problem zu sein. Da kommt man ganz leicht mit seinem Fahrrad vom europäischen Festland auf die britischen Inseln oder umgekehrt. 

In einigen deutschen Städten wie beispielsweise Köln wird der Radreisende ebenfalls dazu ermutigt, mit Hilfe von Fähren auf die andere Seite des Rheins zu gelangen. In Berlin, Deutschlands großartiger Hauptstadt, wird das auf den Spreefähren ähnlich gehandhabt.  Es gibt hier auch einige Fähren, die sozusagen integraler Bestandteil des Berliner Stadtverkehrs sind. Für Fahrradfahrer auf besonders beliebten Fähren kann es da , besonders an schönen Wochenenden, auch mal etwas eng werden, da es natürlich Höchstkapazitäten per Fähre für die Mitnahme von Fahrrädern gibt.

Als Fahrradfahrer sollte man sich nicht nur bei der Fährgesellscahft selbst informieren, um sicher zu gehen, dass man mit darf, sondern manchmal auch über das Reiseziel selbst. So kann es sein, dass auf bestimmten Inseln Fahrräder gar nicht erlaubt sind, wie beispielweise auf der deutschen Insel Helgoland, oder das zumindest bestimmte Wege nicht von Fahrrädern benutzt werden dürfen, was vielleicht dem einen oder anderen Radfahrer, je nach Vorliebe für on oder off road, bereits die Entscheidung über das mögliche Reiseziel oder die nächste Tagesstrecke abnimmt. Als Beispiel sei Pender Island in Bristish Columbia genannt, wo off-road Radeln untersagt ist, man aber mit Leichtigkeit die zwei Inseln, die tatsächlich Pender Island bilden, mit einer Tagestour von etwa 50km on-road recht gut erkunden kann.

29.9.10 01:49, kommentieren

Erlebnis Fähre

Sicher hat man als Reisender oder Reisende schon einige Fährüberfahrten hinter sich und viel davon sind bestimmt auch schon in Vergessenheit geraten. Ich kann mir da besonders kürzere Fährfahrten vorstellen, wo die eigentliche Fahrt wenig spektakulär ist, oder auch Fährreisen, bei denen einfach das Wetter nicht mitspielte und dann eben auch auf der Fähre selbst nichts weiter geboten wurde. Aber wenn man etwas zu tun hat oder eine schöne Aussicht genießen und vielleicht dabei noch ein paar Meeresbewohner beobachten kann, dann wird die Reise mit der Fähre ganz sicher zum Erlebnis.


Eine solche Erlebnisfährfahrt bleibt einem ganz sicher in guter Erinnerung, wenn man in den Genuss kommt, bei schönem Wetter auf der Interislander-Fähre, die Neuseelands Nord- mit der Südinsel verbindet, zu reisen. Die Fahrt dauert in der Regel knapp drei Stunden. Wer Glück hat, kann dabei durchaus Delfine, Wale, Pinguine, Seerobben und eine Reihe an Seevögeln zu Gesicht bekommen. Wer Pech hat, erfährt hohen Wellengang und bekämpft dabei dann vielleicht auch den einen oder anderen Anflug von Seekrankheit.


Eine andere Form der erlebnisreichen Überfahrt ist oft geboten, wenn man in Gruppen reist, denn dann kommt schneller eine urlaubsgerechte, unbeschwert-lustige Stimmung auf. So zum Beispiel bei der Fahrt der Bebraer Mitglieder des Partnerschaftsverein BEBRA-KNARESBOROUGH in die englische Partnerstadt zum jährlichen Bettenrennen. Da gehört schon die Fährreise und die darauf angebotene abwechslungsreiche Unterhaltung zum festen, willkommenen Programm der jährlichen Besuchsfahrt. So kann es dann am nächsten Morgen, ausgeschlafen, gestärkt vom reichhaltigen Frühstücksbuffet und voll guter Laune auf englischem Boden weitergehen. Auf der Rückfahrt wird die Reisegruppe dann noch mal mit einem grandiosen Sonnenuntergang bei ruhiger See belohnt. Ein schönes Fähr-Erlebnis!

1 Kommentar 22.9.10 19:22, kommentieren

Wo die Reise mit der Fähre zum Test wird

Der eine oder andere war vielleicht als Rucksacktourist oder ähnlich alternativ Reisender schon mal in einem Land, wo sich der Fährbetrieb erheblich von denen unterscheidet, die man von unseren europäischen Fähren so kennt.

So finden sich zum Beispiel ein paar ganz interessante Reiseberichte zur Fährüberfahrt von Java nach Bali. Wartezeiten von zwölf Stunden sind da oftmals keine Seltenheit. Die Fähren sind oftmals älterer Modelle, abgenutzt und nicht sher vertrauenserregend. Das Anlegen dauert oftmals auch mehr als eine Stunde, weil der Hafen bereits vollständig ausgelastet ist und die Fähre darauf warten muss, dass ein anderes Schiff ablegt.

Auf Fähren in asiatischen Ländern, die für Flussüberquerungen genutzt werden und dem westlichen Touristen oftmals als notdürftig zusammengeflickt erscheinen, bleiben oft nicht nur die Füße nicht trocken. Man könnte nun meinen, dass eine solche Abkühlung bei tropischen Temperaturen ja begehrenswert wäre, nur machen die Gewässer nicht nur wegen ihrer kaffetbraunen Trübung dann oftmals den saubersten Einfluss.

Persönlich kann ich mich insbesondere an eine Fährfahrt in Bangkok erinnern, auf der man an den Ufern durchaus einige Männer (ich habe wirklich nur Männder dabei gesehen!) beobachten konnte, die ganz unbeeindruckt vom offensichtlichen Publikum, das sie dabei hatten, direkt am Fluss ihrem täglichen Geschäft nachgingen (und ich spreche hier nicht von dem, bei welchem man Geld verdient). In einiger Entfernung flussauf- oder abwärts standen dann die Frauen und wuschen ihre Kinder, Kleidung und Geschirr.

Oftmals ist aber eben schon die Buchung eine kleine Herausfordeurng für sich. In einigen Fällen wird sich für den Reisenden schließlich herausstellen, das man überhaupt nicht im Voraus buchen kann, sondern sich ganz einfach ans Ende der Schlange stellen und geduldig warten muss, bis man dran ist.

1 Kommentar 29.8.10 04:34, kommentieren

Fähr-Reisen mit Hund

Wer Hunde hat und gern mit diesen gemeinsam reist, sollte in Erwägung ziehen, wenn möglich auf einer Fähre von A nach B zu gelangen, anstatt zu fliegen. Zum einen könnte ich mir vorstellen, dass das billiger und unkomplizierter ist, obwohl es länger dauert, zum anderen hört man leider in letzter Zeit recht häufig von traurigen Hundeschicksalen, die eine Flugreise nicht überlebt haben und qualvoll zu Tode gekommen sind.

Auf einer Fähre kann man normalerweise für seinen Hund eine Box mieten, manchmal gibt es sogar Tierräume oder Kabinen für den vierbeinigen Reisebegleiter. Einige Fährlinien erlauben allerdings auch nur dann Hunde, wenn sie während der gesamten Fahrt im Auto bleiben. Bei längeren Reisen ist es allerdings dann in der Regel schon erlaubt, die Hunde zu bestimmten Zeiten rauszulassen, damit sie sich ein bisschen austoben und erleichtern können. Manche Fähren haben dafür extra ein Hundedeck oder „Bäumchen“ fürs Geschäft. Bei größeren Hunden kann es jedoch durchaus sein, dass sie einen Maulkorb tragen müssen.

Wer mit seinem Hund zum ersten Mal eine längere Fahrt auf einer Fähre macht, sollte eventuell vorher mal testen, ob der eigene Hund „fähren“-tauglich ist. Nur weil „Rex“ das Wasser liebt, heißt das nicht auch immer, dass er oder sie dann auch begeisterter Schiffspassagier ist. Es ist sicher eine gute Idee, den Hund vorher mal auf einer Bootsfahrt zu testen, und sich vielleicht auch mal beim Tierarzt nach einem homöopatischen Mittelchen erkunden, falls der Vierbeiner doch Probleme mit dem Seegang bekommt – ja, auch Hunde können seekrank werden!

Letztendlich sollte man sich als Hundebesitzer rechtzeitig vorher mit der jeweiligen Fährlinie in Verbindung setzen um herauszufinden, welche Dokumente man braucht (Heimtierausweis, Nachweis über Impfungen), was genau erlaubt ist, welchen Service die Fährgesellschaft für den reisenden Hund bietet, welche zusätzlichen Kosten entstehen können, etc.

1 Kommentar 28.8.10 01:20, kommentieren

Faehr-Reisen

Ich reise gern und konnte auf diesem Wege auch schon einige Fähren kennen lernen. Ich glaube, ich kann mich schon gar nicht mehr richtig an alle erinnern, aber hier ist eine kleine Auswahl. Man kann zum Beispiel mit der Fähre von der Insel Usedom aus nach Polen fahren. Oder mit einer Rheinfähre ans andere Ufer des Flusses. Das wären zwei Beispiele für Deutschland. Dann bin ich auch öfter mit Fähren zwischen England und Belgien gefahren, mein Auto immer mit dabei. Und in den letzten Jahren war es hauptsächlich die Interislander Fähre, die die Nordinsel Neuseelands mit der Südinsel verbindet. Da habe ich dann sogar einmal mein Motorrad dabei gehabt, was irgendwie ganz schön aufregend war (es war das erste Mal, und das ist ja sowieso immer besonders aufregend).

Also im Großen und Ganzen möchte ich hier Reisegeschichten aus aller Welt zusammentragen, die irgendwie was mit Fähren zu tun haben. Erlebnisse beim Warten auf eine Fähre, auf der Fährfahrt selbst, etc. Ich denke, dass da bestimmt ein paar ganz lesenswerte Beiträge zustande kommen werden.

Gerade auf kleineren Fähren, die eine längere Strecke zurücklegen, ist man ja doch mit anderen Menschen gezwungenermaßen für eine Weile zusammen, und da kann ich mir vorstellen, dass es da zu interessanten Erlebnissen und Gesprächen kommen kann. Als ich beispielsweise das eine Mal mein Motorrad dabei hatte, war schon das Warten auf die Fähre ein Erlebnis, weil wirklich alle Motorradfahrer miteinander ins Gespräch kamen, man erfuhr, wo sie herkamen, welches Wetter sie scho erlebt hatten, wo sie hinwollten, etc. Und wenn man dieselben Leute auf der Rückfahrt wiedertrifft, hat man dann schon eine Menge zu erzählen. Also, Anekdoten und Geschichten aus dem Reisealltag rund um Fähren, darum soll’s hier gehen.  

1 Kommentar 27.8.10 20:06, kommentieren